Resolution des KAB Regionalkongresses in Bratislava vom 1.10.2016

Wir erleben starken Rückenwind  durch Papst Franziskus, der zuerst mit seinem apostolischen Schreiben „Evangelii Gaudium“ direkt eine Form der Wirtschaft, die tötet, kritisierte. Mit seiner Enzyklika „Laudato si’“ lenkte er unseren Blick auf die dramatische Situation unserer Umwelt und auf unsere Art zu Arbeiten. Unser Auftrag, Nachhaltigkeit und gute Arbeit für ein gutes Leben für alle zu erreichen, finden damit weitere Argumente und Anregungen.

In Bezug auf unser Ernährungssystem stellen wir fest, dass niemand sich aus dem Ernährungssystem ausklinken kann, weil jeder Mensch Nahrung benötigt. Daher ist das Ernährungssystem und seine Arbeitsweise von zentraler Bedeutung für alle Menschen.

Wir sind aus der Tradition der katholischen Soziallehre überzeugt, dass das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft/community supported agriculture:

  • eine Möglichkeit ist, die Umwelt zu schützen und den Anregungen der Enzyklika „Laudato si’“ zu entsprechen.
  • eine Möglichkeit ist, gute Arbeit zu ermöglichen.
  • ermöglicht, dass Menschen miteinander in Kontakt kommen und befähigt werden, Verantwortung zu übernehmen.
  • die Integration von Menschen die zu uns geflüchtet sind fördern kann.
  • unsere Skepsis bezüglich TTIP und seiner ökologischen und ökonomischen Auswirkungen, zusätzlich zur bestehenden Kritik durch Bischof Raul Vera Lopez aus Saltillo/Mexiko (in Anlehnung an NAFTA) oder die Erklärung der Bischofskonferenzen der USA und der EU, bestätigt.
  • uns verstärkt anregt, uns mit Alternativen beim Ernährungssystem beschäftigen zu müssen.
  • Nahrung mehr ist, als nur eine Ware.
  • Solidarität, Subsidiarität, Gemeinwohl und Personalität (als Eckpfeiler der katholischen Soziallehre) in diesem Ansatz verwirklicht werden können.

Wir sind überzeugt, dass wir anders leben und arbeiten müssen, um zukünftigen Generationen ein gutes Leben zu ermöglichen. Die solidarische Landwirtschaft stellt eine funktionierende Alternative zum gegenwärtigen Konsumverhalten dar. Menschen treten miteinander und mit der Schöpfung in Beziehung.

Wir wollen, im Rahmen unserer Möglichkeiten, derartige Initiativen fördern.

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